17.10.2025 – Für das Leistungsabzeichen in Gold, das unsere Junghelfer Nicklas V. und Lukas G. abgelegt haben, ist auch eine praktische Prüfungsleistung gefordert. Die beiden entschieden sich dafür eine 24-h-Ausbildung im Ortsverband mit integrierter nächtlicher Einsatzübung zu organisieren. Jeder übernahm dabei jeweils einen eigenen Organisationsbereich.
Lukas verantwortete die gesamte Planung der Übernachtung. Er musste sich Gedanken darüber machen, wie er den Nachmittag gestaltet, was es wann zu Essen geben sollte und wie man 16 jugendliche THW-ler beschäftigt und unterbringt. Nicklas hingegen organisierte die Einsatzübung und befasste sich dabei mit dem Szenario, der Rekrutierung von Verletztendarstellern und den benötigten Fahrzeugen und Material.
Nachdem alles organisiert war, fand die Übernachtung vom Freitag, den 17. Oktober 2025, auf den Samstag, den 18. Oktober 2025, statt. Am Nachmittag bauten die Jugendlichen zunächst ihre Feldbetten auf und richteten sich wohnlich ein. Anschließend folgte ein von Lukas organisierter Ausbildungsblock, in dem die Themen Schere & Spreizer behandelt wurden, Übungen mit Atemschutzleinen auf dem Programm standen und eine schiefe Ebene gebaut wurde. All das sollte später noch eine wichtige Rolle spielen, ebenso der anschließende Erste-Hilfe-Crashkurs, in dem die wichtigsten Grundlagen nochmal aufgefrischt wurden.
Nach einem vorzüglichen Abendessen hieß es um Punkt 23:00 Uhr: Lights out. Und dann wurde es spannend: Um 01:00 Uhr nachts erfolgte die Alarmierung per Lautsprecher. Die überraschten Jugendlichen machten sich zügig einsatzbereit und fuhren mit Blaulicht zum Ort des Geschehens, dem Übungsgelände des THW Freising. Dort wurden sie von einem aufgeregten Ersthelfer erwartet. Schnell stellte sich heraus, dass es in einem Club zu einer Explosion in der Küche gekommen war. Anzahl der verletzten Personen: unbekannt.
Zunächst mussten sich die Jugendlichen Zugang zum Gebäude verschaffen. Im Inneren erwartete sie dann die eigentliche Herausforderung: Drei verletzte Personen mussten möglichst schonend nach draußen gebracht werden. Das war jedoch alles andere als einfach, einerseits wegen der engen Tunnel, andererseits wegen der sehr realistisch geschminkten schweren Verletzungen der Darsteller. Nachdem die Verletzten versorgt und gerettet waren, wurde zügig zusammengepackt, um noch ein paar Stunden Schlaf zu ergattern.
Am nächsten Morgen stärkte ein leckeres Frühstück die Truppe, bevor es ans Aufräumen und Putzen ging. Gegen 12:00 Uhr Mittag war schließlich alles wieder einsatzbereit und die Jugendlichen konnten den Heimweg antreten. Damit endeten über 21 ereignisreiche und unvergessliche Dienststunden.