Veröffentlicht am

THW Freising wählt Führung und stellt Weichen für die Zukunft

Alle fünf Jahre wird im Technischen Hilfswerk (THW) der Ortsbeauftragte als ehrenamtlicher Leiter des Ortsverbands neu bestimmt. Im Ortsverband Freising haben die wahlberechtigten Führungskräfte dem bisherigen Amtsinhaber Michael Wüst erneut ihr Vertrauen ausgesprochen und ihn für eine sechste Amtszeit vorgeschlagen. Die endgültige Berufung erfolgt durch den Landesbeauftragten.

Michael Wüst führt den Ortsverband seit 25 Jahren. In dieser Zeit hat sich das THW Freising deutlich weiterentwickelt: Die Zahl der Einsatzkräfte stieg auf über 120, zahlreiche Einsätze im In- und Ausland – etwa bei Hochwasserlagen in Simbach, im Ahrtal oder zuletzt 2024 im Ampertal – wurden erfolgreich bewältigt. Strukturell wandelte sich der Ortsverband vom klassischen Zugmodell hin zum modernen Komponentenmodell mit spezialisierten Fachgruppen. Auch der Umzug in die heutige Unterkunft sowie der Ausbau der Fähigkeiten, etwa durch die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen und den Drohnentrupp, prägen diese Entwicklung.

Verstärkung in der Führung

Im Anschluss an die Wahl wurden weitere wichtige Führungspositionen besetzt:
Jonas Podlinski wurde zum stellvertretenden Ortsbeauftragten und Leiter des Stabs berufen. Der erfahrene Führungskraft bringt umfassende THW-Erfahrung sowie berufliche Kompetenz im Projekt- und Verwaltungsbereich mit.

Neu eingeführt wurde zudem die Funktion der „Beauftragten Person Zivilschutz“. Diese übernimmt im Ortsverband Freising künftig Mathias Bortel. Er unterstützt die Weiterentwicklung zivilschutzrelevanter Themen und bringt langjährige Einsatz- und Führungserfahrung ein.

Unverändert bleibt Marco Eisenmann Zugführer des 1. Technischen Zugs und verantwortet weiterhin die taktisch-operative Einsatzführung. Gemeinsam bildet das Quartett die Führung des Ortsverbands für die kommende Amtsperiode.

Fokus auf Zivilschutz und Einsatzfähigkeit

Angesichts veränderter sicherheitspolitischer Rahmenbedingungen gewinnt der Zivilschutz zunehmend an Bedeutung. Auch das THW Freising stellt sich auf diese Herausforderungen ein – mit stärkerem Fokus auf Ausbildung, Planung und Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Weiterentwicklung der Einsatzkonzepte und Ausstattung
  • Ausbau des Wechselladersystems zur flexiblen Logistik
  • Intensivierung der Zusammenarbeit mit Behörden, Feuerwehren und kritischen Infrastrukturen

Parallel wird die Ausbildung weiter gestärkt: Das THW-eigene Übungsgelände bietet mit Anlagen wie Bergeturm, Trümmerhaus, Bahnübungsanlage und Übungsdeich bereits heute hervorragende Bedingungen – und wird kontinuierlich erweitert.

Stark für die Zukunft aufgestellt

Mit rund 120 engagierten und gut ausgebildeten Einsatzkräften ist der Ortsverband Freising leistungsfähig aufgestellt. Neben der Einsatzbereitschaft bleibt auch die Gewinnung neuer Helferinnen und Helfer ein zentrales Thema – unterstützt durch eine starke Nachwuchsarbeit in der THW-Jugend.

Der Ortsverband blickt damit zuversichtlich in die Zukunft und bleibt seinem Anspruch treu: zuverlässig, leistungsstark und stets im Einsatz für die Sicherheit der Bevölkerung – in Freising, Bayern, Deutschland und darüber hinaus.

v.l.n.r.: Zugführer Marco Eisenmann, Ortsbeauftragter Michael Wüst, stellvertretender Ortsbeauftragter Jonas Podlinski, Beauftragter für Zivilschutz Mathias Bortel